Soirée im Apolonia Hus 2026
Das Ensemble Stellas Morgenstern, das seit vielen Jahren für außergewöhnliche Konzertprogramme und intensive Bühnenpräsenz bekannt ist, eröffnet die Veranstaltungsreihe.. Mit ihrer warmen, erdigen Stimme nimmt Sängerin Stella Morgenstern das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch ein Jahrhundert deutschsprachiger Unterhaltungskunst. Der Bogen spannt sich von den schillernden Schlagern der Berliner 1920er Jahre bis zu modernen Chansons und eigenen Vertonungen. Humor, Ironie und feinsinnige Poesie verbinden sich dabei zu einem abwechslungsreichen Abend, der ebenso unterhaltsam wie berührend ist.
Auf dem Programm stehen Lieder jüdischer Komponisten wie Willy Rosen, Friedrich Hollaender und Mischa Spoliansky, Balladen von Bertolt Brecht und Hanns Eisler sowie Chansons von Hildegard Knef. Ergänzt wird das Programm durch Vertonungen von Heinrich Heine und Mascha Kaléko sowie neue Chansons aus der Feder des Komponisten Jerry Merose, der seit vielen Jahren für Stellas Morgenstern schreibt.
Bereits der Auftakt des Konzerts verspricht augenzwinkernden Charme: Mit Titeln wie „Warum hat bloß das Zebra so viel Streifen“ (Willy Rosen), „Wenn ich mal tot bin“ (Friedrich Hollaender) oder „Ein Weib“ nach einem Text von Heinrich Heine zeigen Stella Morgenstern und Andreas Hecht ihre Freude an sprachlicher Raffinesse und musikalischem Witz.
Begleitet wird Stella Morgenstern von Andreas Hecht, dessen virtuoses Gitarrenspiel den Liedern eine unverwechselbare Klangfarbe verleiht. Gemeinsam schaffen die beiden Künstler einen Abend, der Liebeslieder, Großstadtpoesie und nachdenkliche Balladen mit feinem Humor verbindet und den Krisen der Gegenwart mit Leichtigkeit und Tiefgang begegnet.
Stellas Morgenstern ist weit über Norddeutschland hinaus bekannt für genreübergreifende Programme zwischen Chanson, Folk, Weltmusik und jüdischer Musik. Die Konzerte des Ensembles zeichnen sich durch musikalische Vielfalt, erzählerische Tiefe und die unmittelbare Nähe zum Publikum aus.
Das I-Tüpfelchen bildet das kulinarische Angebot kleiner Speisen, das auf das Thema des Abends abgestimmt ist. Vielleicht sind es ja Berliner Buletten? Aus technischen Gründen muss der einstündige Konzertteil, der um 19 Uhr beginnt, in den Räumen des Hofcafés stattfinden. Vorher und nachher kann die schöne Außenanlage genutzt werden.
Foto: Hockey Neubert