Die beiden Gitarristen präsentierten ein abwechslungsreiches Programm, das die große stilistische Bandbreite der südamerikanischen Musik eindrucksvoll widerspiegelte. So erklangen mit Quiero ser tu sombra und El Choclo zwei Werke, die unterschiedliche musikalische Traditionen Südamerikas repräsentierten. Kolumbianische Tanz- und Volksmusik stand unter anderem mit La Gata Golosa und Vino Tinto, Patasdilo, El Margariteño sowie der Guabina Santanderiana Nr. 2 im Mittelpunkt. Rhythmen wie Bambuco, Pasillo und Guabina verliehen dem Konzert seine besondere Farbenvielfalt. Mit dem brasilianischen Klassiker Tico Tico no Fubá von Zequinha de Abreu fand das Programm einen temperamentvollen Abschluss.
Besondere Akzente setzten die Eigenkompositionen von César Osorio. Mit Guabina Libre, Paso a Pasillo, Bambucón und La Despedida bewies der Musiker, wie sich traditionelle kolumbianische Musikformen mit einer modernen, persönlichen Tonsprache verbinden lassen.
Das Publikum dankte den Künstlern mit lang anhaltendem Applaus und ließ sie erst nach zwei Zugaben von der Bühne.
Auch kulinarisch griff der Abend das südamerikanische Thema auf. Marianne Knabbe, die Betreiberin des Hofcafés, servierte, unterstützt von ihrer aufmerksamen Servicekraft, eine von den Gästen vielfach gelobte Ajiaco Bogotano, einen traditionellen Hühnereintopf mit verschiedenen Kartoffelsorten, der zu den bekanntesten Spezialitäten der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá zählt.