Stella Morgenstern (Gesang, Ukulele) und Andreas Hecht (Gesang, Gitarre) spannten einen musikalischen Bogen vom klassischen Chanson der Berliner 1920er Jahre über vertonte Lyrik bis hin zu eigenen Kompositionen. Den Auftakt bildeten „In dieser Stadt“ von Charly Niessen sowie „Herr Ober, zwei Mokka“ und „Heimliche Schwäche“ von Willy Rosen, der in Auschwitz ermordet wurde. Mit Bertolt Brechts und Kurt Weills „Die Unzulänglichkeit des menschlichen Strebens“ folgte ein Klassiker des politischen Musiktheaters der Weimarer Republik. Ergänzt wurde der erste Programmteil durch „Ich möchte mich gern von mir trennen“ (Charly Niessen), „Ratte“ und „Schlummerlied“ des amerikanischen Komponisten Frank London sowie die Eigenkomposition „Du“ von Stella Morgenstern und „Wenn ich den Text“ von Willy Rosen.

20260709 andreas hecht stella morgenstern10 c manfred bordiehn webNach der Pause eröffnete Mischa Spolianskys titelgebendes Chanson „Ohne Liebe leben kannst du nicht“ den zweiten Konzertteil. Es folgten „Dort in Hawaii“ (Willy Rosen), der von Andreas Hecht vertonte „Emigrantenmonolog“ der Lyrikerin Mascha Kaléko, Brechts und Hanns Eislers „Kinderhymne“ sowie „Im Wartesaal zum großen Glück“ von Walter Andreas Schwarz. Mit „Ein Weib“, einer Vertonung eines Gedichts von Heinrich Heine durch Andreas Hecht und Stella Morgenstern, sowie „Zebra“ (Willy Rosen) und „Wenn die Welt zu ändern wär“ (Charly Niessen) endete das offizielle Programm.

Die Besucher entließen das Duo jedoch nicht ohne Zugaben. Mit den Heine-Vertonungen „Sie erlischt“ und „Lebensfahrt“, letzteres komponiert von Stella Morgenstern, klang der Abend stimmungsvoll aus.

Auch das gastronomische Angebot war auf das Programm abgestimmt. Serviert wurden Berliner Buletten mit Kraut, die bei den Gästen ebenso gut ankamen wie die musikalischen Darbietungen.

Für Manfred Bordiehn steht bereits nach der Premiere fest, dass das Konzept aufgegangen ist: „Der große Zuspruch und die vielen positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit der Soirée im Apolonia Hus den richtigen Weg eingeschlagen haben. Daran knüpfen wir mit den folgenden fünf Abenden an.“

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